Vergeblich wartenauf den erlösenden Schlaffür ein paar Stunden: Vergangenheit und Zukunftlassen mir keine Ruhe. Nachts wachzuliegenund Tankas zu verfassenist schon in Ordnung. Unter allen Optionenrangiert Dichten auf Platz drei.
Kategorie-Archive: Gedicht
Ankündigung
Bunte Flugblätterliegen überall verstreut.Unsichtbar beschrieben: Das Leben strebt nach innen.Es ist Zeit: es ist nun Herbst. Ein Tanka passend zur Jahreszeit, wo sich die Pflanzen- und Tierwelt zurückzieht und auch die Menschen lieber in den Häusern bleiben …
grau
Dichter Nebel nachts entsättigt alle Farben: die Welt erscheint grau. Graue Gedanken wälzend liege ich schlaflos im Bett. Ein Erstversuch in Sachen Tanka. Was ist dazu besser geeignet als eine schlaflose Nacht?
Dichtversuch
Ich schrieb so gerne ein Gedicht! Will Reimpaare finden Sie sinnvoll verbinden Zu kleinen Gedichten Und großen Geschichten Wo sich an den Enden Die Zeilen stets reimen Ich schrieb so gerne ein Gedicht doch so einfach ist das nicht Ich schrieb so gerne ein Gedicht! Von Monstern und Rittern Vor denen sie zittern Von Blumen,„Dichtversuch“ weiterlesen
unvorstellbar
Der Anblick vom Duft der Heckenrosen Das Geräusch der Schatten auf dem Kiesweg Der Geruch von fernem Vogelgezwitscher Unvorstellbar und doch Nur eine Gedankenbreite Von der Realität entfernt
Vollmond, den 27. Dezember 2023
Die Nacht leuchtet fahl wie eine schwarze Frucht in Vollmondschokolade getaucht Die Landschaft voll Reif beleuchtet der Mond vollreif zeichnet mit seinem Licht scharfe Schatten in die formlose Nacht Die Bäume strahlen wohl weißlich das Nachtleben spielt sich wohlweislich nicht ab im Mondrampenlicht eher in den Schatten einer frostkalten Nacht Das Gedicht ist – fast„Vollmond, den 27. Dezember 2023“ weiterlesen
leere/ich
leereich bin ich von allen menschen und guten geistern um mich herum verlassen so habe ich immer noch mich wenn alle menschen und schöne dinge um mich herum verschwinden so habe ich immer noch mich habe ich alle menschen und bezüge um mich herum verloren so habe ich mich selbst verloren gibt es nur noch„leere/ich“ weiterlesen
Winterspaziergang II
Auf tief verschneiten WegenSo stapf ich durch den WaldDer Schnee rutscht in die StiefelDie Füße werden kalt. Auch wenn ich zitternd friereGanz sinnlos war es nichtWär ich daheim gebliebenGäb es nicht dies Gedicht. Ob sich Schmuddelwetter zum Verfassen von Gedichten eignet, möge jeder selbst entscheiden. Der Winterspaziergang vom 05.01.2021 hatte mehr Tiefgang – und trotzdem„Winterspaziergang II“ weiterlesen
Durch die Zeit
Wir bewegen uns durch die Zeitwie ein Fisch in einem Fluss:ständiges Fortschreiten. Sich an Vergangenes zu erinnern bedeutet,ein Stück zurückzuschwimmen:gegen die Strömung. Aber der Fluss ist niezweimal derselbe.
Abendlied
Der Wald steht schwarz und schweiget. Ein unbeschriebenes Blatt Reiht sich ans nächste – Platz für Unsere geheimsten Wünsche? Unsere größten Ängste? Der Wald steht schwarz und schweiget. Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus: Glück verheißend? Unglück bringend? Der Wald steht schwarz und schweiget. Nachtgedanken zum ›Abendlied‹ von Matthias Claudius