Mäandert der Fortschritt in immer kleineren Bereichen, sich mehr oder minder zufällig unerschlossenes Terrain aneignend, weil die Menschheit das große Ganze aus den Augen verloren hat und nun wahllos im Klein-Klein nach Möglichkeiten sucht, den nutzlos gewordenen Forscherdrang doch noch ausleben zu können? Oder kommt uns im Umkehrschluss der in der Vergangenheit erreichte Fortschritt nur„Fortschritt und Käse“ weiterlesen
Autor-Archive:Ysé Pidot
Paralleluniversen
Die Bäckereiverkäuferin war gestresst. Sie hatte schlecht geschlafen, war fast zu spät gekommen, und nun war auch noch die Kollegin krank. Die Schlange vor dem Tresen wurde immer länger, und vor ihr stand ein alter Mann, der anzüglich grinste und scheinbar alle Zeit der Welt hatte. »Ihnen einen schönen Tag!« Du mich auch. Sie blickte„Paralleluniversen“ weiterlesen
Kopfkino
Vergeblich wartenauf den erlösenden Schlaffür ein paar Stunden: Vergangenheit und Zukunftlassen mir keine Ruhe. Nachts wachzuliegenund Tankas zu verfassenist schon in Ordnung. Unter allen Optionenrangiert Dichten auf Platz drei.
Ankündigung
Bunte Flugblätterliegen überall verstreut.Unsichtbar beschrieben: Das Leben strebt nach innen.Es ist Zeit: es ist nun Herbst. Ein Tanka passend zur Jahreszeit, wo sich die Pflanzen- und Tierwelt zurückzieht und auch die Menschen lieber in den Häusern bleiben …
grau
Dichter Nebel nachts entsättigt alle Farben: die Welt erscheint grau. Graue Gedanken wälzend liege ich schlaflos im Bett. Ein Erstversuch in Sachen Tanka. Was ist dazu besser geeignet als eine schlaflose Nacht?
Mitteilsam
Ich habe lange mit mir gerungen, diesen Text zu schreiben. Erstens begann alles wieder mit einem Mann und einem Rasenmäher, und das letzte Erlebnis mit dieser Kombination war sehr unerfreulich gewesen. Zweitens: mache ich mit diesem Text nicht genau das Gleiche wie der Mann und behellige euch ungefragt mit meinen Geschichten? Andererseits: das geschriebene Wort„Mitteilsam“ weiterlesen
Dichtversuch
Ich schrieb so gerne ein Gedicht! Will Reimpaare finden Sie sinnvoll verbinden Zu kleinen Gedichten Und großen Geschichten Wo sich an den Enden Die Zeilen stets reimen Ich schrieb so gerne ein Gedicht doch so einfach ist das nicht Ich schrieb so gerne ein Gedicht! Von Monstern und Rittern Vor denen sie zittern Von Blumen,„Dichtversuch“ weiterlesen
Kopfschmerzen
Ich habe Kopfschmerzen. Ausgerechnet heute. Das klingt so, als würde es an einem anderen Tag vielleicht besser passen. Wollen wir einen Termin vereinbaren? Das ist Quatsch. Aber heute treffe ich mich mit Stephi zum Frühstücken im Café. Ich hatte schon geschrieben, dass Stephi viel zu berichten hat, und es ist auch ohne Beeinträchtigungen nicht immer„Kopfschmerzen“ weiterlesen
unvorstellbar
Der Anblick vom Duft der Heckenrosen Das Geräusch der Schatten auf dem Kiesweg Der Geruch von fernem Vogelgezwitscher Unvorstellbar und doch Nur eine Gedankenbreite Von der Realität entfernt
Herbstfahrt
Ich bin mehr als einmal mit Stephi mitgefahren. Das ist immer schlimm. Ich habe an anderer Stelle bereits ihren Redefluss erwähnt. Ihr zuzuhören und gleichzeitig die ganzen Eindrücke zu verarbeiten, die während der Fahrt auf mich einprasseln, bewirken eine immense Reizüberflutung. Heute fahre ich mit R. Ist denn schon heute? Es ist noch dunkel draußen.„Herbstfahrt“ weiterlesen