Dichter Nebel nachts entsättigt alle Farben: die Welt erscheint grau. Graue Gedanken wälzend liege ich schlaflos im Bett. Ein Erstversuch in Sachen Tanka. Was ist dazu besser geeignet als eine schlaflose Nacht?
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Dichtversuch
Ich schrieb so gerne ein Gedicht! Will Reimpaare finden Sie sinnvoll verbinden Zu kleinen Gedichten Und großen Geschichten Wo sich an den Enden Die Zeilen stets reimen Ich schrieb so gerne ein Gedicht doch so einfach ist das nicht Ich schrieb so gerne ein Gedicht! Von Monstern und Rittern Vor denen sie zittern Von Blumen,„Dichtversuch“ weiterlesen
unvorstellbar
Der Anblick vom Duft der Heckenrosen Das Geräusch der Schatten auf dem Kiesweg Der Geruch von fernem Vogelgezwitscher Unvorstellbar und doch Nur eine Gedankenbreite Von der Realität entfernt
Abendgedanken
Der Abendhimmel leuchtetin surrealen Farben,die Mondsichel hängt davorwie in einem alten SciFi-Gemälde. Wir leben vielleicht nichtin der besten aller Welten,aber wir müssen auch nichtnach den Sternen greifenum bei uns selbstanzukommen. Ein Abendhimmel hat mich zu diesen Zeilen inspiriert. Leider konnte ich auf der Autobahn kein Foto machen. Wobei: die Farben wären sowieso auf dem Foto„Abendgedanken“ weiterlesen
achtlos
Die Wiese lag da in der warmen Abendsonne.Der Junge nahm theatralisch Anlauf und schlug(unter den bewundernden Blicken des Mädchens)einen Purzelbaum nach dem anderen. Lachend zogen sie weiter,achtlos.Die geschlagenen Purzelbäume blieben zurück,ächzend und mit blauen Flecken auf der Borke. Der Park lag da in der hellen Mittagssonne.Das Mädchen saß anmutig auf der Bank und ließ(unter den„achtlos“ weiterlesen
Wort-Schöpfungen
Im Anfang war das Wort. Und aus Worten wurden Sätze,Aus Sätzen wurden Abschnitte,Aus Abschnitten wurden Kapitel,Aus Kapiteln schließlich Geschichten. Eine davon erleben wir,Die anderen denken wir uns aus. Das Gedicht raus von der Wolkenbeobachterin hat mich zu diesem kurzen Gedicht inspiriert.
Spiegelbild
Ich bin das.Weiß ich es?Nicht ausgeschlafen zwinkert es mir zu,säuselt klagend wie der Wind im Geäst,wie Gedanken – undeutlich, dann klar: „ich will heraus!“Es flüstert: „ein Schlag befreit – selbst uns – von allem!“„Von uns selbst befreit?“„Schlag ein“, flüstert es, „heraus will ich!“Klar, dann undeutlich – Gedanken wie Geäst im Wind,der wie klagend säuselt zu„Spiegelbild“ weiterlesen
Am Morgen
Am Morgenkommt es mir so vorals sei die Welt ganz neugerade eben fertig geworden– taufrisch, sozusagen Nachts,wenn alle schlafenwird siezerlegt,zerstörtund wirbeltbruchstückhaftdurch unsere Träume. Am Morgenentsteht sie völlig neuunberührt und noch ganz kühlbevor die Strahlen der neuen Sonnesie wärmen. Das Leben beginnt. © Arthur Witten Weil sich momentan alle Ideen weigern, von mir weitergesponnen zu werden,„Am Morgen“ weiterlesen
die milchlieder des löwenzahn
der blautondes himmelserschalltim ganzen taghell und klar sonnengelbenotenköpfewerden vom windstets neu arrangiertwährend ein kindunerhörte liedervon der wiesepflückt nach dem letztendecrescendo(der ruf der mutterund die notenverklungenund verwelkt)hallen fleckenwie ohrwürmerauf haut und kleidnoch langenach Inspiriert wurde das Gedicht durch das Gemälde eines jungen Mannes mit drei Jahren, der sich auch den Titel dazu ausgedacht hat.
Die Meerjungfrau
Ein kleines Mädchen, noch jung an Jahrenmit Sommerhut und roten Haarenwar mit seinen Eltern am Strand.Es schien die Sonne, es wehte der Windund so spazierte das kleine Kindmit Mutter und Vater an der Hand. Die Eltern schlendern am Strand entlang,genießen der Wellen beruhigenden Klang,dem Mädchen wird das zu fad.Es will schöne Steine und Muscheln entdecken,die„Die Meerjungfrau“ weiterlesen