Wieder muss ich vorausschicken, dass alle Namen in der folgenden Geschichte erfunden sind. Ich hatte mich mit Stephi verabredet, und nach einem schönen langen Nachmittag in der Stadt ließen wir den Abend in einer kleinen Bar ausklingen. Dort war es ziemlich voll geworden, und die Gäste versuchten, sich über die laute Musik hinweg zu unterhalten,„Der Einlassstempel“ weiterlesen
Autor-Archive:Ysé Pidot
insomnia
schlaflos die tagträume vertrieben von der dunkelheit ersetzt durch weißt-du-noch/was-wäre-wenn in endlosen spiralen traumlos alle träume der nacht sind nur erinnerungen an ereignisse die nie passiert und doch vertraut sind ruhelos sucht der geist am morgen in den erinnerungen der nacht nach einer grenze zwischen dem gestern und dem jetzt sinnlos ist das weitersuchen aufstehen
Götterdämmerung
Er sah ihn kommen. Zuerst war es nur eine Ahnung von Bewegung in der Ferne, aber er sah alles. Sah ihn langsam näherkommen. Konnte schließlich sein Gesicht erkennen, sah die Verwirrung in seinen Augen. Die Gestalt hielt immer wieder inne und schien zu lauschen. Die Stimmen. Auch er selbst war vor langer Zeit über die„Götterdämmerung“ weiterlesen
Ein Lebenszeichen
Dieser Beitrag ist eine Art Zwischenstand und vielleicht auch der Versuch, mich selber zu motivieren, wieder mehr zu schreiben. Außerdem enthält er ein bisschen Werbung 🙂 Dass es nach den Alphabetgeschichten ein bisschen ruhiger werden würde, hatte ich vorausgeahnt, aber dass es auf der Beinahewelt fast zum Stillstand kommen würde, hatte ich nicht erwartet. Im„Ein Lebenszeichen“ weiterlesen
Nachtschattengewächs
Er griff zur Rotweinflasche, aber die war leer. Hatte er sie komplett ausgetrunken? Ein Blick auf den Bildschirm: 23:42 Uhr. Die letzten zweieinhalb Stunden hatte er damit verbracht, irgendwelchen Querverweisen auf Wikipedia zu folgen, und dabei wohl immer wieder fleißig nachgeschenkt. Morgen war zum Glück Samstag, da konnte er ausschlafen. An den eigentlichen Grund, Wikipedia„Nachtschattengewächs“ weiterlesen
Limerick, 06.08.2022
Hier an diesem Ort fällt mir kein Limerick ein nur dieses Haiku
sich öffnen
du sitzt im grasneben der bühnehast deine augengeschlossen du lauschst der musikspürst den bassund die blicke der anderenauf deinen dünnen armen jede narbewar eine öffnung in deinen körperdamit das lebenhineinströmtund die angstentweicht so viel lebenso viel angst Mich hat der Mut der jungen Frau beeindruckt und inspiriert, die Spuren ihres persönlichen Kampfes so offen zu„sich öffnen“ weiterlesen
Alphabetgeschichten: Z
Zoja betrachtete von der Theke aus die nervöse Frau. Vorhin hatte sie ihr unfreiwillig einen Schrecken eingejagt. Dabei wollte hatte sie nur nachgefragt, ob noch alles passen würde. Die Frau schreckte auf und starrte sie an, als hätte sie einen Geist gesehen. Abgesehen davon war die heutige Vormittagsschicht extrem ruhig. Wenn Wochenmarkt und schönes Wetter„Alphabetgeschichten: Z“ weiterlesen
Alphabetgeschichten: Y
Yvonne saß in der hintersten, dunkelsten Ecke des Cafés und ließ nervös ihren Blick durch den Raum schweifen. Außer der Bedienung mit den langen schwarzen Haaren, einem älteren Mann und einer Frau, die mit dem Rücken zu ihr saß und seit einer ganzen Weile unablässig zu schreiben schien, war niemand da. Zum wiederholten Mal blickte„Alphabetgeschichten: Y“ weiterlesen
Alphabetgeschichten: X
Xavier war der glücklichste Mensch auf Erden. Davon war er überzeugt. Er hatte Yvonne zum Essen eingeladen, und sie hatte zugesagt. Vage und vorsichtig, wie es ihre Art war, aber damit wusste er umzugehen. Sie war einfach schüchtern, doch das würde sich legen, wenn sie sich öfter treffen würden. Er summte die Melodie, die er„Alphabetgeschichten: X“ weiterlesen